Freitag, 23. September 2011

Die Piratenprinzessin: Kapitel 5

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Piratenprinzessin: Kapitel 5


Sanft schlingerte das Boot in den Weiten des Atlantiks. Die Mittagssonne schien nur durch wenige Wolken gedämpft auf die anmutig aneinander geschmiegten Körper der beiden hübschen Frauen, während der dunkelhäutige Pirat auf der anderen Seite des Boots vor sich hindöste.

Long hatte die ganze Nacht durchgerudert. Erst als die Tageshitze ihm den Schweiß aus den Poren trieb, hatte er sich hingelegt. Immer wieder blickte er auf die nackten Körper der jungen Europäerinnen. Ihr friedlicher Schlaf wirkte so unwirklich, wie die Situation in der sie sich befanden. Er, der ehemalige Sklave, der in Afrika entführt und als Knabe einem englischen Kapitän zu Diensten sein musste, war nun in einem kleinen Boot, gemeinsam mit diesen so unterschiedlichen Frauen.

Kate stammte ohne Zweifel aus einer adligen Blutlinie. Selbst wenn er nicht ihre Adelspapiere in Kapitän Rogues Kabine gesehn hätte, spürte es an ihrer ganzen Art. Sie besaß etwas, dass den meisten Frauen und auch Männern fehlte. Disziplin und Stolz, der jedoch nichts mit dem eitlen Getue zu tun hatte, wie er es unter vielen verzogen Adelssprösslingen gesehen hatte, die von ihren reichen oder adligen Verwandten mit einem Offizierspatent ausgestattet wurden.

Jane war da ganz anders. Ihre energische Art und ihr Wagemut reizten ihn, wie es sonst kaum eine Frau schaffte. Sie hatte ihre durchnässte Bluse und ihre Hose zum Trocknen ausgezogen. Dabei hatte er den mit Narben übersäten Rücken der rothaarigen Engländerin gesehen. Er schloss daraus, dass sie entweder eine Sklavin oder die Dienerin von Lady Kate war, denn freie Europäerinnen lernen selten den Kuss der Peitsche kennen.

Hatte Kate sie einmal auspeitschen lassen? Er richtete sich leicht auf und blickte zu ihnen. So vertraut, und irgendwie auch erotisch, wie die beiden jungen Körper sie aneinanderschmiegten, um sich in dieser rauen Welt wenigstens im Schlaf gegenseitig Halt zu geben, mochte er nicht daran glauben. Nein, irgendetwas anderes war Jane widerfahren.

„Verschluck dich nicht!“, durchriss auf einmal Janes Stimme das leise plätschern der Wellen.

„Was?“

„Hör auf uns so anzuglotzen.“ Jane nahm das blutrote Tuch, welches sie zuvor um die Hüften gebunden hatte und breite es so gut es ging über Kates und ihre eigenen Intimbereiche, wobei sie vor allem darauf achtete, ihre Freundin vor den Blicken des Piraten zu verhüllen.

„Das wird sich kaum vermeiden lassen.“ Der kahlköpfige Mann lächelte und offenbarte dabei seine schneeweißen Zähne.

„Dann tue es wenigstens nicht so offensichtlich.“

„Lady Kate ist nun mal eine genau so große Augenweide wie du, Rotschopf. Und da im Moment weit und breit nichts am Horizont zu sehen ist, werde ich doch mal wenigstens mein Auge an euch beiden erfreuen dürfen.“ Der Pirat schmunzelte und Jane wusste nicht, wie sie auf seine Worte reagieren sollte, also streckte sie ihm einfach die Zunge entgegen. Worauf hin beide lachen mussten.

***

Als Kate erwachte, reichte Jane ihr die inzwischen getrocknete Bluse und ihre Hose, während sie das Tuch in zwei Teile riss und sich diese um Hüften und Brust band. Long nutze diesen Moment, um den Horizont nach Inseln, oder einem Segel abzusuchen.

Jane reichte Kate und Long etwas Schiffszwieback, welchen sie in dem Seesack verstaut hatte. Neben zwei großen Wasserschläuchen befand sich darin auch ein kleiner, in Öltuch gewickelter Beutel. Jane nahm ihn heraus und gab ihn an Kate weiter.

„Was ist das?“, fragte Kate überrascht.

„Das Pulverhorn, Kugeln und die anderen Dinge, die dir gehören.“

Sie öffnete das Tuch und fand zu ihrer Überraschung auch den Beutel mit Münzen darin, den sie Jane am Tag des Überfalls anvertraut hatte. Nach all den Risiken, die Jane für ihre Rettung eingegangen war, hätte Kate das Geld weder erwartet noch gefordert. Sie flüsterte Jane ein leises Danke ins Ohr und verstaute den Beutel im Hosenbund, ohne das Long davon etwas mitbekommen sollte. Danach machte sie sich daran, die Pistolen wieder zu laden.

Während sie die Waffen vor den neugierigen Augen des Piraten lud, dachte sie kurz an die Ereignisse von letzter Nacht. Sie hatte auf Sliver geschossen und den Piratenkapitän vielleicht sogar getötet. Trotzdem fühlte sie sie sich nicht als Mörderin. Er hatte den Tod hundertfach verdient. Nachdem sie die Pistolen geladen hatte, wickelte sie diese wieder in das Öltuch, um sie vor Nässe zu schützen.

„Wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen euch, Lady Kate?“

„Wie meint Ihr das?“, fragte Kate den Piraten. Sie hatte sich inzwischen daran gewöhnt, von allen Kate genannt zu werden. Vielleicht sollte dies ihr Name in der neuen Welt sein.

„Ihr und Jane wirkt ja sehr vertraut. Ihr wirkt nicht wie Herrin und Dienerin. Deswegen bin ich neugierig. Seid ihr beide ein Liebespaar?“

„Was?“ Kate starrte ihn fassungslos an und die Röte schoss ihr ins Gesicht. Währe der schwarze Hüne in ihrer Reichweite gestanden, hätte sie ihn wohl trotz seiner Überlegenheit mit einer Ohrfeige gezüchtigt. Ein solcher Vorwurf war schließlich gerade zu lächerlich. Trotzdem fehlten ihr in diesem Moment überzeugende Argumente, um ihn zu entkräftigen. Denn was war Jane Sinner für sie. Jane war gewiss nicht ihre Geliebte. Unkeusche, gar perverse Exzesse mit einer Frau waren für sie unvorstellbar, auch wenn sie zugeben musste, dass sie sich in Janes Nähe sonderbar wohlfühlte. Letzte Nacht hatte sie sich bereitwillig an den zarten Leib der jungen Engländerin gepresst, während diese ebenso zärtlich ihren Arm um sie geschlungen hatte.

Long konnte die wirre Flut der Gedanken in Kats Geist nicht erahnen und wartete noch immer auf eine Antwort. So sprang Jane in die Bresche und begann dem Piraten ihr Schicksal an Bord der Goldgreed zu erzählen. Sie erzählte von Kates Verlobten, der sie wohl nur wegen ihres Adelstitels heiraten musste, sich jedoch Anne als Geliebte mit an Bord genommen hatte. Sie erzählte von ihrer Auspeitschung und beschrieb, wie sich Lady Kate ihrer angenommen hatte.

Kate war dankbar, dass Jane die Geschichte der letzten Monate noch einmal erzählte. In ihren Augen wirkte es nun fast so, als währe diese Katharina von Greifen eine andere Frau gewesen. Vielleicht war sie es. Sie dachte zurück an die Ereignisse, seit sie Hamburg verlassen hatte, und konnte kaum glauben, dass sie dieses Mädchen war, welches damals dort aufbrach.

Sie streifte mit der Hand durch ihr Haar und beugte sich über den Rand des Holzboots. Verzerrt konnte sie im Wasser das Spiegelbild einer blonden Frau erkennen, welche jedoch keine greifbare Kontur hatte. Ihr Selbstbildnis war ungeformt, unbestimmt und änderte sich mit jedem Herzschlag. Ihr momentanes Schicksal mochte ebenso unbestimmt sein, wie das Wasser, welches sie umschloss.

„Wann werden wir eigentlich festes Land erreichen?“, fragte Kate schließlich. Sie unterbrach damit eine Unterhaltung von Jane und Long über das Los von Sklaven und Frauen, welche sie nur am Rande mitverfolgt hatte. „Wir werden doch Land erreichen, oder?“

„Vielleicht Morgen, vielleicht übermorgen“, gestand Long den Frauen in überraschender Ehrlichkeit. „Hier in der Gegend gibt es viele kleine Inseln, aber auch ein paar richtige Siedlungen und relativ viel Schiffsverkehr. Unsere Chancen sind ganz gut.“

„Danke“, flüsterte Kate mit ihrer sanften Stimme.

„Wieso?“, fragte der erstaunte Pirat.

„Dass Ihr uns nicht anlügt. Es gibt wenige Männer die soviel Ehrlichkeit besitzen. Und bei einem Piraten ist dies wohl etwas ganz Besonderes.“

„Wieso hat eigentlich alle Welt eine so schlechte Meinung von uns Piraten“, lachte der Pirat herzhaft.

„Vielleicht weil ihr mordet, raubt, und Frauen vergewaltigt“, fauchte ihn Jane an und lehnte sich an Kate an, die etwas versetzt hinter ihr saß. Intuitiv legte diese einen Arm um die Rothaarige.

„Hat dies Lady Kates Verlobter nicht auch mit euch gemacht? Er war kein Pirat oder?“

Jane zuckte zusammen und Kate drückte sie enger an sich, um ihr wohltuende Nähe und Halt zu geben. Thomas Lakewington war zwar Kates Verlobter, doch empfand keine wie auch immer geartete Nähe zu diesem Mann. Sie hasste ihn nicht wirklich, noch empfand sie Mitleid mit ihm. Jane war jedoch von ihm gezwungen worden, sich ihm hinzugeben. Auch wenn sie es als unbedeutend abtat, fühlte Kate in Momenten wie diesen, dass dies Jane doch weit weniger kaltblütig ließ, als es die junge Engländerin gerne zugab. Dafür, alleine dafür hasste sie Thomas Lakewington.

„Ich betrachte ihn nicht mehr als meinen Verlobten. Deine Piratenfreunde haben ihn schließlich verschleppt und sie haben ihn vielleicht sogar schon ermordet.“

„Das glaube ich kaum. Lakewington zahlt bestimmt ein hohes Lösegeld für seinen Jungen. Und wenn Ihr wieder in der Zivilisation seid, könnt Ihr bestimmt bald wieder bei ihm sein.“

Nun erschrak Kate. Sie hatte nicht damit gerechnet, Thomas noch einmal lebend wieder zu sehen. Jetzt ertappte sie sich bei dem Gedanken, seinen Tod als Befreiung empfunden zu haben. Aber was würde passieren, wenn er wirklich noch lebte, und sie nach ihrer Rettung doch noch heirateten. Abermals zog sie Jane fester an sich. Diesmal, um bei ihr Halt zu finden.

„Was hast du den vor, wenn wir in Sicherheit sind?“, fragte Jane, die sich nun in Kates Umarmung wohl fand. Anders, als für Kate, war Nähe zwischen Frauen für sie nie ein Tabu gewesen. In den Straßen von London hatte sie oft Frauen dabei gesehen, wie sie sich ein kärgliches Bischen Trost schenkten, während die Welt um sie herum in eintönigem Grau versank. Natürlich waren dies keine Frauen von Stand gewesen. Und keine Frau von Stand hätte Jane auf diese Weise in den Arm genommen.

„Ich werde schauen, dass ich wieder auf ein Schiff komme. Vielleicht finde ich eines, das mich nach Tortuga bringt.“

„Tortuga?“, fragte Jane, während ihr kleines Boot weiter über den blauen Ozean trieb.

„Ay. Tortuga ist ein beliebter Treffpunkt für Piraten und Schmuggler.“

„Wieso willst du zurück zu den Piraten?“, wollte sie wissen. Sie wollte sich Long nicht als brutalen Wilden vorstellen, den es reizte Frauen zu schänden und Menschen zu ermorden.

„Wo sollte ich sonst hin? Ich kenne nur das Leben auf See. Ich war ein Sklave bevor mich ein Piratenschiffbefreite. In gewisser Weise teilen wir drei ja dieses Schicksal. Wir wurden alle drei von Piraten befreit. Jane und ich vor dem Los der Sklaverei, und Ihr Lady Kate, wurdet vor einer ungewollten Ehe gerettet, denn ich glaube kaum das Liebe Euch in Thomas Lakewingtons Arme trieb.“

Der Schwarzafrikaner erfasste die Wirklichkeit mit erstaunlicher Klarheit. Keine der Frauen widersetzte sich seiner Logik. Er sprach aus, was Kate tief in ihrer Seele immer gespürt hatte. Sie war eine Sklavin ihrer Geburt und des Geldes gewesen. Vor Jahrhunderten hätte man sie vielleicht mit einem Grafen oder verdienten Ritter verheiratet, nur war es ein englischer Geldadliger.

Nichts davon war ihre Entscheidung, und nichts davon konnte Gottes Wille gewesen sein. Sie hatte als Mädchen die Heilige Schrift gelesen. Ihr Onkel hatte ihr eine Lutherbibel überlassen, auch wenn sie selbst des Lateinischen mächtig war. Irgendwie empfand sie seid dem Lesen der Bibel viel weniger Respekt für das Buch, welches oft so weit weg von der Lebenswirklichkeit schien. Sie dachte an die Theaterstücke von Wilhelm Shakespeare. Sie dachte an Romio und Julia. Sie dachte an die Liebe, die man ihr immer verwehren wollte. Sie dachte an ihre Gebete, in denen sie Gott heimlich darum bat, ihr Leben selbst bestimmen zu dürfen.

Vielleicht hatte Gott ihr Schicksal mit diesem Piratenüberfall wirklich neu geordnet. Vielleicht musste all dies geschehen, damit sie die Chance bekam, die sie immer wollte. Doch welche Chance war das? Was wollte sie nun tun? Wollte sie wirklich versuchen, in ihr altes Leben zurückzukehren. Oder wollte sie einen neuen Weg wagen, der sie durch unbekannte Gewässer voller Gefahren führte.Von diesen Gedanken umschlungen, träumte sie in den Tag hinein, während Jane an ihre Brust geschmiegt einschlief.

Unbewusst streichelten ihre Finger durch ihr rotes Haar. Sie genoss es so mit ihr da zu liegen, und selbst die Anwesenheit des erfahrenen Piraten störte sie nicht. Long hatte etwas Vertrauenswürdiges an sich. Sie fühlte, dass er die Situation nicht ausnutzen würde. Er war ein vollkommen anderer Mann. Anders als Thomas, anders als Murdoc, anders als Kapitän Sliver. So schlummerte sie erneut in einem Gefühl der Sicherheit und Nähe ein.

***

Als die Nacht hereinbrach, machte sich Long wieder ans Rudern. Die Sterne dienten ihm als Wegweiser zu einem unbekannten Ziel. Heimlich hoffte er auf die Preybird. Es war nicht unwahrscheinlich, dass der Sturm das Schiff auf diesen Kurs getrieben hatte. An Bord der Preybird währe er unter Käpt´n Rogues Flagge wieder an dem Ort, der einem Zuhause am nächsten kam.

Doch er war im Zwiespalt mit sich. Sicher währe es für ihn toll, wenn Tim ihn entdecken und sie damit retten würde. Für Jane und Kate war diese Rettung jedoch ein zweischneidiges Schwert. Rogue würde Kate gewiss zusammen mit ihrem Verlobten und einem stattlichen Lösegeld von Bord lassen. Damit wäre Kates Schicksal besiegelt. Sie müsste die Frau jenes weinerlichen, eitlen Gecken werden, und konnte nur darauf hoffen, jung Witwe zu werden, um dann vielleicht ein wenig Freiheit zu erlangen.

Jane würde er in diesem Fall wohl nicht mehr unter die Augen treten. Auch wenn sie aus einfachen Verhältnissen stammte, besaß der hübsche Rotschopf eine unglaubliche Loyalität. Immer wieder schweifte sein Blick auf die schlafende Schönheit, die sich an die ebenfalls hinreizenden Konturen ihrer Freundin schmiegte, wobei ihnen das Sternenlicht einen besonderen Glanz verlieh. Er wusste noch immer nicht genau, wie die Beziehung zwischen den Beiden war, er sah nur, dass sie eng war.

Spät in der Nacht legte sich der Pirat ebenfalls erschöpft hin, um etwas zu schlafen. Er dachte daran, dass sie Morgen vielleicht am Horizont eine hübsche einsame Insel finden würden. Einen Ort, an dem es keine Piraten, keine Sklaven und keine Herren gab. Einen Ort, wo er sich mit den beiden Schönheiten wahrlich im Paradies befand, denn gewiss würde er vielleicht eine, oder sogar beide für sich gewinnen können.

Long dachte jedoch trotz seines Rufs nicht daran, sich mit Gewalt etwas zuholen, was sie ihm nicht so geben wollten. Er hatte noch nie einer Frau sexuelle Gewalt angetan, wenn man von den Hafennutten einmal absah, mit denen er manchmal im Vollrausch verkehrte.

Als Junge hatte Erlebt, wie es sich anfühlte gegen seinen Willen missbraucht zu werden. Der Kapitän, der ihn als Schiffsjungen an Bord genommen hatte, nutze ihn auf den langen Überfahrten über den Atlantik oft, um seine unerfüllten Begierden zu stillen. Manchmal hatte er ihm einfach nur den nackten Hintern versohlt, manchmal war es der Stock oder die Peitsche. In einsamen Stunden, wenn der Kapitän schon etwas mehr getrunken hatte, musste der Junge ihm auch auf andere Art und Weise zu Diensten sein.

Es war mehr als 20 Jahre her, doch Long erinnerte sich immer noch an den entwürdigenden Schmerz. Die Jahre der Sklaverei hatten ihn geformt. Sie hatten ihm viel Wissen vermittelt und ihn hart gemacht. Hart für das Leben als Pirat. Er schloss die Augen, während das Boot nun alleine durch die Kraft des Wassers und des Winds über den unendlichen Ozean glitt.

***

Plötzlich spürte Long eine Hand zwischen seinen Schenkeln. Er hatte es weder kommen sehen, noch war er darauf vorbereitet. Die Finger waren zart und streichelten sein behutsam die Beule in seiner Hose.

Der Pirat öffnete die Augen und blickte in Janes junge Gesichtszüge, die ihn seit ihrer ersten Begegnung faszinierten. Er wollte etwas sagen, doch sie versiegelte seine Lippen mit einem himmlischen Kuss. Noch niemals zuvor hatte er solch sinnliche Lippen gespürt, die sich ihm nicht führ Gold, sondern aus purer Lust hingaben.

Er spürte ihre nackten Brüste auf seiner Brust und spürte ihre harten Brustwarzen, die über seine von kräftigen Muskeln durchzogene Haut wanderten. Ihre Zungen fanden sich zu einem ekstatischen Kuss und der schwarze Mann legte seine kräftigen Arme mit sanfter Kraft um seine rothaarige Geliebte. Sie schmeckte wie der köstlichste Wein, schwer, besitzergreifend und doch lieblich. Ein Geschmack, der nicht nur vom Körper, sondern auch von der Seele besitz ergriff.

Ihre Finger befreiten sein Glied aus seiner Hose und streichelten es weiter. Sie besaß wahrhaft die Kunstfertigkeit einer Göttin. Sie streichelte und rieb ihn, als wollte sie ihn augenblicklich zur Explosion bringen. Er drängte ihr sein Becken entgegen, wollte ihr zeigen, dass er mehr wollte. Und er bekam mehr. Vor Erregung fast vergehend schloss er die Augen und stöhnte im Rhythmus ihrer Bewegungen.

Dann ließ sie mit der Hand von ihm ab, aber nur um sich nun ganz auf ihn zu setzen. Schlaftrunken massierte er ihre perfekten Brüste. Ihre weichen Schenkel spreizten sich und sie ließ ihren schlanken Leib auf seinem nieder. Die Spitze seines Gliedes fand die Öffnung ihrer Lustgrotte, die sich ihm feucht und willig öffnete. Long stöhnte auf und setze zu einem Stoß an, um tief in Janes wundervollen Körper einzudringen und sich mit ihr zu vereinigen.

„… Pirat!“, raunte Kates weit entfernte Stimme. „Long, wachen Sie auf!“

Verwirrte schreckte Long auf. Es war helllichter Tag und Kate, und nicht Jane beugte sich über ihn.

„Ein Schiff! Da ist ein Schiff am Horizont!“, rief sie ihm aufgeregt zu.

Es dauerte einige Momente, bis er sich aus dem bezaubernden Traum wieder in der schwülheißen Realität zurückfand. Jane lag weit von ihm entfernt und schien ebenfalls gerade erst zu erwachen. Er richtete sich ganz auf, um in die von Kate gezeigte Richtung zu blicken und entdeckte tatsächlich die Segel eines Schiffes.

„Wir sind gerettet!“, rief Kate freudig. Long war sich da nicht so sicher. In jedem Fall nahm das unbekannte Schiff Kurs auf sie.

Kommentare:

  1. es ist immer wieder eine freude deine Geschichten zu lesen

    hoffe es geht hier noch weiter

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  2. bitte schreib weiter,die Geschichte ist super

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  3. Vielleicht mag er ja keine Piraten mehr?

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    1. Doch doch, ich mag immer noch Piraten. Vielleicht fehlt mir nur mal Urlaub am Meer.

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  4. Schade das es nicht mehr weiter geht

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  5. Hallo,

    die Geschichte ist wirklich sehr spannend, sehr erotisch und macht auf jeden Fall viel Lust auf mehr. Vor allem auf eine Fortsetzung!

    Ich würde mich sehr freuen, wenn die Geschichte doch weiter geschrieben wird und wir endlich erfahren, was das denn für ein unbekanntes Schiff ist und wie es mit den beiden ungleichen Frauen weiter geht.

    Liebe Grüße.

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    1. Ist auf meiner Liste. Vielleicht diesen Sommer, wenn ich mal wieder ans Meer kommen sollte *schmunzel*

      Ja, ... das wäre schön-

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  6. Oh Mann wie. Spannen will gerne weiter lesen ich dich öffentlichen du schreiben noch weiter

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  7. Bitte schreib weiter, es ist super spannend! Was zwischen Long und Jane noch läuft, würde mich brennend interessieren

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  8. Piraten und Schiffe, edle Heldinnen und grimmige Schurken, Sex and Crime, das ist genau mein Ding. Ich bin mit allen fünf Teilen durch und wünsche mir, dass die Geschichte weiter geht. Am liebsten wäre es mir, wenn sie sich so entwickelt, dass sie zu einem echten Abschluss findet und nicht endlos bis zur Belanglosigkeit weitergesponnen wird.. Wie das Ende dann aussieht, tragisch oder romantisch, kitschig oder düster, ist im Endeffekt egal. Persönlich steh' ich auf romantisch.
    Das einzige, was mich ein wenig stört, sind die reichlichen Rechtschreibe-, Satzbau-, Zeichensetzungs- und Flüchtigkeitsfehler. Natürlich sind die insgesamt nicht wichtig, aber für mich ist das immer so, als sähe ich eine tolle Frau mit schlanken, geraden Armen und Beinen, eine konturierten Taille, einem runden, festen Hintern, prallen, einladenden Brüsten, einem hübschem Gesicht mit sinnlichen Lippen und strahlenden Augen und wallendem, goldblondem Haar, die auf der Nase einen dicken, gelben, eitrigen Pickel hat. Das ist etwas, was sich negativ auf den Gesamteindruck auswirkt. Vielleicht wäre es gut, wenn die Geschichte vor der Veröffentlichung einmal, vielleicht auch zweimal, gegengelesen wird.

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  9. Ja ich schlie0e mich allen an was schon geschrieben wurde .
    Eine gute 6+ .
    HHH

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  10. Hi!
    Jetzt gebe ich auch mal meinen ersten Kommentar ab. Vor ein paar Tagen bin ich auf deinen Blog gestoßen und habe angefangen, einige Geschichten von dir zu lesen. Ich kann dir nicht einmal mehr sagen wie viele, als bekennende Leseratte habe ich einfach angefangen und mich schlussendlich hier wiedergefunden.
    Dein Schreibstil ist wirklich sehr gut. Mir gefällt vor allem dass du nicht nur bei einem Genre bleibst. Mir sind bis jetzt auch nur ein paar Rechtschreib- und Grammatikfehler aufgefallen (Ich bin da ein bisschen kleinlich). In Großem und Ganzen finde ich deinen Blog super.
    Übrigens hoffe ich dass die Geschichte hier bald weitergeht - Sie hat mich ehrlich gepackt und so weit ich es gesehen habe ist kein weiteres Kapitel veröffentlicht worden.
    Mach weiter so!

    Liebe Grüße von einer Hobbyautorin aus Bayern :)

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  11. Wunderschön geschrieben :)
    Einfühlsam, Spannend und vorallem sehr erotische wie all seine Geschichten. Dickes Lob.
    Würde es eine Fortsetzung geben ?
    Liebe Grüße Luna

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    1. Danke.
      Ich habe die Geschichte in meinem Kopf, aber irgendwie hatte ich lange nicht die Muse mich ans Meer zu wagen. Ich brauch mal wieder Urlaub am Stand :)

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  12. Na hoffentlich klappt es diesen Sommer. Klasse Geschichte

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