Montag, 18. Juli 2011

Piratenprinzessin: Kapitel 3

Bisher erschienen:
Kapitel 1
Kapitel 2

Piratenprinzessin: Kapitel 3

Der Sturm peitschte die Wellen zu einem Gebirge aus Wasser auf. Die Gischt vermischte sich mit dem Regen und fegte über das Deck des gekaperten Sklavenschiffes. Mühsam kämpfte sich das Handelsschiff durch die schwere See. Die Segel waren nur halb gesetzt, um die Masten nicht im Sturm zu knicken. Trotzdem knarrte das Holz beängstigend, wann immer eine neue Böe das Schiff traf.

Ein Brecher rammte die Goldgreed frontal und umspülte die an den vorderen Masten gefesselte Frau. Ihr durchnässtes Haar fiel ihr über die entblößten Schultern. Ihr Kleid war zerrissen und klebt an ihrem schlanken Körper. Katharina zitterte am ganzen Leib. Sie rang nach Atem, während der Regen und die Gischt gegen ihr Gesicht peitschten.

Zwei Tage schon dauerte das Martyrium an diesem Pfahl. Noch niemals zuvor hatte sie so einen Sturm erlebt. Zu Hause gab es auch Stürme, doch dauerten sie meist nur Stunden. Dieser schien gar kein Ende zu kennen. Der sintflutartige Regen schien alle Wasser des Himmels zu vereinen, die sich über ihr Haupt ergossen.

Immerhin musste das Mädchen so keinen Durst erleiden, doch nun quälte sie der Hunger. Zwei Tage schon hatte sie nichts mehr gegessen. Keiner der Piraten an Bord des Schiffes hatte es für nötig gehalten, ihr etwas inmitten dieses Wirbelsturms zu bringen. Vielleicht sollte sie Gott dafür dankbar sein, kam so auch keiner der Männer auf den Gedanken ihre hilflose Situation zu missbrauchen.

Der Gedanke an Annes Schändung ließ sie fast ebenso frösteln, wie der eisige Wind, der in jede Pore ihres zarten Körpers zu dringen schien. Katharina wusste nicht, was aus Jane geworden war und inzwischen kümmerte sie es auch nicht mehr. Ihre ganze Gedanken richteten sich nur noch auf sich selbst. Nicht auf das hier und jetzt, nein, die junge Frau entglitt dieser kalten, stürmischen Welt und dachte zurück an das, was war. Gedanken an die Glücken Momente ihrer Kindheit. An Jagdausflüge, an Fechtstunden mit ihrem Onkel, der ihr die verbotenen Künste der Männer zeigte, an reiten und an leckeres Essen an der reichlich gedeckten Tafel im Schloss.

***

Unter Deck ging es nicht weniger stürmisch zu, auch wenn es eher ein geladenes Gewitter war, welches sich zwischen Long und Sliver entlud. Der Kapitän hatte Long das Kommando über die Goldgreed übertragen, als der Hurrikan aufzog und sich die beiden Schiffe trennen mussten. Die Mannschaft wurde hastig zwischen den Schiffen aufgeteilt. So kam es, dass Sliver nun quasi Longs rechte Hand wurde. In der Kapitänskabine fand nun eine hitze Besprechung über die Zukunft des Schiffes und seiner Ladung statt.

„Kapitän Rogue wollte, dass wir nach Süden laufen. Nach Tortuga und uns dort wieder vereinigen.“

„Was für ein Schwachsinn!“, brummte Sliver. „Wir reißen uns hier den Arsch auf und die anderen bekommen das Geld für die Beute!“

„Wir sind eine Mannschaft mit jetzt zwei Schiffen. Wir haben dieses Schiff gemeinsam erobert und wir werden die Beute gemeinsam zu Gold machen. In Tortuga!“ Die kräftige Stimme des kahlköpfigen Schwarzen übertönte selbst das laute Ächzen des hölzernen Rumpfs, als er gegen einen der gewaltigen Brecher stieß.

„Ihr sprecht nicht mehr für die Mannschaft, Mister Long.“ Die höfliche Anrede war mehr ein Hohn. „Ihr sprecht für Kapitän Rogue, der uns den Schlamassel mit diesem Sklavenschiff überhaupt erst eingebrockt hatte.“

Plötzlich sprang die Tür auf. Durch den lauten Disput der beiden an Bord einflussreichen Männer kamen nun auch andere Piraten dazu. Ihr geübter, breiter Gang glich das Schlingern des Schiffes gekonnt aus. So stand bald ein Dutzend Männer da, die mit grimmiger Miene den beiden lauschten. Nur der Ausguck und drei Männer am Steuer fehlten, sonst war die Crew komplett anwesend. Auch Murdoc gehörte dazu.

„Männer! Mister Long will den Befehlen unseres früheren Kapitäns Rogue gehorchen. Er will, dass wir unsere Beute mühsam durch diesen Sturm nach Tortuga bringen, um sie dann mit dem gierigen Rogue zu teilen. Was sagt ihr dazu, Männer? Was sagt ihr dazu? Soll er sich an unserem Schweiß bereichern?““

Ein Gemurmel war zu hören und Long erkannte die missliche Lage in der er sich befand. Sliver sprach die Gier der Männer an und er konnte dem nichts Wirkliches entgegen halten, denn die meisten von ihnen waren neu an Bord der Preybird gewesen. Ehre und Zusammenhalt, wie es ihn unter den alten Weggefährten gab, existierte hier nicht. Hier ging es nur um den persönlichen Reichtum. Trotzdem versuchte es der dunkelhäutige Steuermann.

„Der Kapitän hat euch auserwählt, weil er euch vertraut. Ihr seid aber nach wie vor Teil der Besatzung der Preybird. In Tortuga werden wir uns wieder vereinen und gemeinsam die Beute Teilen. Denk daran, der feine Pinkel ist an Bord der Preybird, der wird sicher genau so viel Wert sein, wie die ganze Ladung von Sklaven.“

„Nicht wenn wir sie in Havanna verkaufen.“ Es war Murdocs Stimme, die sich zwischen den anderen hervortrat. „Ich bin neu unter euch, doch wenn ich euch vorschlagen darf, fahrt doch nach Havanna. Die Spanier werden euch reich für diese weißen Sklaven entlohnen.“

„Ay“, murrten die Männer, während das Schiff durch einen erneuten Brecher erschüttert wurde.

„Du hast hier nichts zu sagen“, wollte ihn Long zum Schweigen bringen.

„Ihr aber nicht, Mister Long!“, tönte Sliver. „Dieses Schiff und seine Ladung gehört nicht Kapitän Rogue, es gehört nicht Euch, es gehört uns, richtig Männer?“

„Ay“

„Willst du hier eine Meuterei vom Zaun brechen?“, fragte Long verärgert. Seine Hand griff nach dem Griff seines Säbels. Doch Sliver war schneller. Plötzlich hielt er eine gespannte Pistole hin Händen und richtete sie auf den Schwarzen.

„Lass es!“, fauchte er und Long nahm seine Hand vom Griff. Die Männer sahen gespannt dieser Szene zu. Viele kannte Sliver, der sich immer als er der ihren ausgegeben hatte. Sie glaubte auch jetzt an ihn und waren froh, dass er die Oberhand zu haben schien. Er drehte seinen Kopf leicht zu den anderen. „Männer. Wollt ihr mich als Kapitän dieses Schiffes haben? Soll ich euch nach Havanna zu Reichtum führen?“

„Arrr, arrr“, stimmten die Männer mit lautem kehligem Knurren zu.

„Es lebe Kapitän Sliver!“, rief einer der Männer und die anderen stimmten ein. Niemand bemerkte, dass es der Überläufer Murdoc war. Die Lust der Männer nach leicht verdientem Reichtum machte sie schnell ihrem neuen Herren gegenüber loyal.

„Ihr seht, Mister Long. Die Zeit Euer Herrschaft ist vorbei!“, erklärte Sliver mit einer ausladenden Geste, wobei seine Pistole einen Halbkreis vollführte. „Pakt ihn Männer und nehmt ihn der Waffen ab. Schafft ihn unter Deck zu den Sklaven, wo der Neger hingehört.“

Die Männer ergriffen den dunkelhäutigen Mann und zerrten ihn unsanft davon. Long, der kräftige Schwarzafrikaner wehrte sich nach Kräften. Sie schlugen und spuckten auf ihren geschassten Anführer. Keine Spur von Respekt schien für ihn übrig zu sein. Sie fühlten sich im Recht und damit war Long für sie ein Verräter. Long fluchte und wand sich, doch es half nichts. Während draußen der Sturm tobte, schafften ihn die Männer jubelnd zu den anderen Sklaven in den Rumpf des Schiffes. Nur Murdoc blieb mit Sliver in der Kabine.

„Ich gratuliere Ihnen zu der Beförderung, Kapitän Sliver.“ Murdoc verbeugte sich untertänig vor dem Meuterer, der selbstzufrieden über sein Kinn streifte und sich Longs Säbel umschnallte.

„Geht hinunter zu den Sklaven. Bringt mir etwas Junges und Hübsches für die Nacht. Schließlich will ich meine Ware ja testen, bevor wir sie in Havanna verkaufen.“

„Ay, Käpt´n.“ Murdoc machte sich schon daran zu gehen. „Ähm, Kapitän.“

„Ja, was gibt’s?“, fragte Sliver. Murdocs kriecherische Art ihm gegenüber gefiel dem neuen Kommandanten des Piratenschiffs.

„Warum habt Ihr die Negerratte nicht einfach abgeknallt. Er sieht noch immer nach Ärger aus. Und lässt sich bestimmt nicht so leicht verkaufen. Niemand will einen aufmüpfigen, alten Sklaven.“

„Deswegen bin ich Kapitän“, erklärte Sliver. „Ich habe die nötige Weitsicht. Komm her. Schau auf die Karte.“

Auf dem Tisch breitete sich eine Seekarte der Neuen Welt aus. Sie war nicht sonderlich gut, aber zeigte alle wichtigen Landmarken Inseln und Häfen.

„Was?“, fragte Murdoc verständnislos.

„Siehst weißt du, wo wir hier sind?“

„Nein“, gestand er.

„Eben, der Neger riecht zwar nach ärger und bringt uns an Land nicht viel, aber er kann uns dahin führen, wo wir hin wollen. In der Kiste dort ist Navigationsgerät. So bald der Sturm aufhört kann er uns damit sicher und schnell nach Havanna lotsen. Wenn wir ihn nicht brauchen, bleibt er unter Deck, dann macht er schon keinen Ärger.“

„Ay. Und was, wenn er uns in die Irre führt? Ich trau keinem Neger.“

„Er wird tun was wir von ihm verlangen, sonst verfüttern wir ihn an die Haie. Die Neger hängen auch an ihrem Leben.“

„Ay, hoffen wirs mal.“ In seiner Stimme klang ein gewisser Zweifel. „Ich werde dann mal unter Deck gehen und nach einer hübschen Braut für Euch Ausschau halten, oder wollt Ihr unsere Prinzessin bei Euch haben?“

„Nein, die ist noch nicht eingeritten, ich will heute Nacht was Williges. Unser Prinzesschen Kate werde ich mir noch früh genug zureiten.“

„Ay, Käpt´n!“

Murdoc verließ nun auch die Kajüte und Sliver ließ sich in dem lederbezogenen Kapitänssessel nieder und lächelte zufrieden. Bestimmt würde er mit den Sklaven dort ein vermögen verdienen. Genug für seine eigene Plantage, auf der er sich zur Ruhe setzen konnte. Oder er würde weiter zur See fahren. Als gefürchteter Piratenkapitän könnte er es bestimmt zu gewaltigen Reichtümern bringen. Gedanken an Henry Morgen geisterten durch seinen Kopf. Dieser Pirat hatte es geschafft. Aus einfachen Verhältnissen hatte er es durch Piraterie in den Rang eines Vizegouverneurs gebracht. Nun genoss er sein Leben in Port Royal.

Sliver wusste nichts von Jane, die sich in dem massiven Eichenschrank in der Kabine versteckt hielt. Zwischen Kleidern und Gewändern blickte sie durch einen schmalen Spalt auf den Mann, der nun das Sagen hatte. Tausend Gedanken schossen durch ihren Kopf. In ihrer Hand hielt sie eine geladene Pistole.

***

Unter Deck stank es erbärmlich. Leises Wimmern und Schluchzen der hier seit einem Monat angeketteten Sklaven zeugen von dem Leid, das hier unten über die Blanken kroch. Selbst den hart gesottenen Piraten lief hier ein Schauer über den Rücken. Sklaverei war weit verbreitet, doch die Qualen eines Sklavenschiffes bekamen nur wenige frei Männer jemals zu Gesicht.

Sie brachten Long an einen Platz, der noch vor Tagen einem anderen Gefangenen gehört hatte. Er war an irgendeiner Krankheit gestorben und wie dreizehn andere Männer und Frauen während der Überfahrt der Goldgreed auf See bestattet worden. Der Dunkelhäutige spie immer noch wilde Verwünschungen aus, als man seine Gelenke in Eisen legte.

„Reg dich ab Long, sonst landest du bei den Haien!“

„Euch alle erwartet der tiefste Kreis der Hölle! Ihr Verräter!“, spuckte dieser in das Gesicht eines Piraten. „Ihr verratet eure Kameraden auf der Preybird. Wenn ihr Sliver folgt, werdet ihr sie betrügen, wie er euch betrügen wird.“

„Halts Maul!“ Ein Schlag traf ihn im Gesicht und ließ seine Lippe aufplatzen. Er spuckte Blut und seine Augen glänzten im Licht einer Laterne, die hier unten das einzige Licht bot. „Rogue hat uns doch verarscht. Er hat uns die ganze Arbeit aufgehalst und nimmt mit der Preybird den leichten Weg, während wir mühsam die Beute für ihn nach Hause schleppen müssen.“

„Richard Rogue als Kapitän niemals einen seiner Männer verraten. Er hielt sich immer an den Kodex.“

„Wir scheißen auf den Kodex! Wir scheißen auf Rogue!“

Long wollte zu einer Antwort ansetzen, doch in dem Moment wurde die Goldgreed von einem gewaltigen Brecher getroffen und Wasser schwappte von oben herein. Die Männer fluchten und schrien. Er konnte die Panik in den Augen der Piraten erkennen. Dann stürzten sie davon, um zu sehen, woher der Wassereinbruch kam.

***

Die Welle donnerte wie ein göttlicher Hammer gegen Katharinas Leib und presste die Luft aus ihren Lungen. Über ihr hörte sie da brechen von Holz und dann folgte ein peitschender Knall, als eines der gespannten Taue riss und die Spitze des vorderen Mastes nachgab.

„Oh Gott!“, kaum es über ihre zitternden Lippen. War dies ihr Ende? Sie reckte ihren Kopf, um zu sehen, was passiert war. Segel und Mastspitze waren ins Meer gefallen, doch einzige Taue hielten sie noch an das Schiff, welches dadurch gefährliche Schlagseite bekam.

Trotz der Größe der Goldgreed, spielten die Wellen mit ihm, wie mit einer Nussschale. Brecher um Brecher überflutete das Deck. Für Katharina fühlte es sich so an, als wenn jede Welle nun immer mehr von diesem Schiff verschlang.

„Oh Gott, ich will nicht sterben, nicht so, nicht hier!“, weinte sie, ohne dass jemand ihre Worte hörte.

Männer stürzten an Deck. Die Seeleute, die vor Tagen noch säbelschwingend dieses Schiff geentert hatten, mühten sich nun verzweifelt es zu retten. Einer rief nach einer Axt. Als er sie bekam, durchtrennte der Pirat die Taue, die das Schiff beinahe in das Verderben rissen. Erst nach mehreren Anläufen gelang es ihm, alle Seile zu kappen. Kurze Erleichterung breitete sich unter den Männern aus, doch echte Freude wollte nicht aufkommen.

Verzweifelt wand sich Katharina an dem abgebrochenen Mast, wie ein Wurm am Harken. Genau so hilflos und würdelos fühlte sie sich auch. Sie war nicht nur den Piraten sondern auch dem Wetter auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Ihr Leben schien besiegelt und sie konnte nichts dagegen tun. Trotzdem gab sie nicht auf. Sie kämpfte – kämpfte gegen die Kälte, kämpfte gegen die Angst, kämpfte so gut es ging um ihr kleines Leben in mit des gewaltigsten Wirbelsturms, den man sich vorstellen konnte.

***

Während die junge Frau auf Deck ihren einsamen Kampf mit sich selbst focht, kämpften tief im Schiffsrumpf einigen Piraten an den Lenzpumpen um das Wasser aus der Bilge zu bringen. Immer wieder spülten gewaltige Wellen frisches Seewasser in das Schiff, welches bereits zu tief im Wasser stand.

Draußen kämpften die meisten der Männer um das Überleben des Schiffes. Derweil hatte Murdoc eine hübsche, blonde Engländerin für den Kapitän ausgesucht und sie in seine Kajüte gebracht. Murdoc wusste zwar von den Gefahren in der sich das Schiff, und damit auch er selbst befand, er dachte jedoch zu erst daran, sich beim neuen Kapitän gut zu stellen.

Sliver war zufrieden mit Murdocs Auswahl. Er hatte zwar kurzzeitig nach dem Rechten gesehen, doch da Sliver selbst alles andere als ein guter Seemann war, überließ er seinen Männern die Arbeit und ging zurück in die Kabine.

„Gute Arbeit“, erklärte er, während seine Hand durch das fettige Haar des Sklavenmädchens strich. Er schmunzelte bei ihrer ängstlichen Miene. Es gefiel ihm ihr zusätzliche Angst zu machen, bevor er sich an ihr vergehen würde. Sie zitterte. Ihr abgemagerter Körper wirkte so zerbrechlich.

„Sehr schön“, meinte er zu seinem Handlanger. „Sorg dafür, dass alles läuft. Ich woll heute Nacht nicht gestört werden.“

„Wie Ihr befehlt, mein Kapitän“, erwiderte Murdoc und verließ mit einer leichten Verbeugung die Kabine.

Sliver ging auf das junge Ding zu, welche ihm zugeführt wurde. Sie hatte zwar nicht Kates jungfräuliche Schönheit, auch wenn sie ihr in Statur und Augenfarbe ähnlich sah. Seine rauen, groben Finger tasteten nach ihrem Gesicht. Besitzergreifend streichelte er ihre Wange, während sie vor ihm zurückschreckte. Das gefiel ihm. Es reizte den Piraten sie wie eine Beute durch sein kleines Zimmer zu jagen, versprach es doch, dass er mit ihr mehr machen konnte, als mit manch einer jungen Hafennutte, die sich wie ein Brett unter die Männer legte, die sie mit Gewalt nahmen.

Die junge Frau war sicher nicht älter als 20, trotzdem kannte sie wohl die Lust der Männer nur zu gut. Er fuhr mit seiner Hand zu ihrem Busen und zerriss den Stoff, der ihr Dekolleté verhüllte, bis ihre jungen, aber schon leicht hängenden Brüste hervorkuckten, wie es bei Frauen üblich war, die bereits ein Kind gesäugt hatten.

Auch Sliver war dieser Anblick nicht fremd. Im interessierte nicht, ob diese junge Sklavin bereits ein, oder eine Handvoll Kinder geboren hatte. Es interessierte ihn auch nicht, unter welchem Vorwand man das Mädchen in London verhaftet und zur Sklaverei in den Kolonien verurteilt hatte. Er wollte einfach nur ein junges Weib zwischen den Schenkeln, welches nicht schon unter dem ganzen Schiff gelegen hatte.

Mit diesem Wunsch hetzte der Pirat die junge Frau mehrmals um den Kartentisch, bevor seine Lust siegte, und er sie mit einem brutalen Griff in ihr leicht gewelltes, fettiges Haar auf das Bett zwang. Während sich das Schiff unter den gewaltigen Brechern immer wieder aufbäumte, viel der frisch ernannte Piratenkapitän über sein Opfer her. Er riss an dem verbleibenden Stoff ihres Kleides und zwang sich brutal zwischen ihre schlanken Schenkel.

Das Mädchen war in ihrem Leben den Begierden gewalttätiger Männer durchaus vertraut. Sie hatte bereits mit 13 das erste Mal dieses Schicksal erdulden müssen. Trotzdem wehrte sie sich gegen den wilden Piraten so gut sie konnte. Dieser genoss das wilde Spiel wie eine Katze, die mit der Maus spielte, bevor sie diese erlegte.

„Ja, Kate, wehr dich nur. Du kannst zucken, aber du kannst mir nicht entkommen.“

„Ich heiße Olivia und nicht Kate!“, schluchzte die junge Frau in der Hoffnung, so einem grausamen Schicksal zu entgegen.

Der Pirat beantwortete ihre Worte mit zwei kräftigen Ohrfeigen und fauchte: „Du heißt so, wie ich es will! Verstanden?“

Seine verfaulten Zähne wurden sichtbar, während sie versuchte, sich mit ihren Händen vor weiteren schmerzhaften Schlägen gegen ihren Kopf zu schützen. In seinen Augen funkelte Lust und er griff nach ihren Armen, um diese über ihrem Kopf fest zu halten.

Die junge Frau lag nun vollkommenhilflos unter dem Piraten. Speichel seiner Erregung tropfte über seine rauen Lippen und fiel auf ihre von Tränen benässte Wange. Sie spürte sein Geschlecht, welches sich an dem ihren rieb. Noch war es durch die Leinenhose des Mannes von dem ihren getrennt. Nachdem er ihre Arme jedoch sicher mit einer Hand festhalten konnte, griff er mit der anderen zwischen die Beine und befreite seinen Lustprügel, um in die verzweifelt schluchzende Verurteilte einzuführen.

„So, kleine Kate. Ich habe noch nie eine Adlige gerammelt. Du hast die Ehre meine erste zu sein,“ lächelte der Pirat. „Nun bekommst du mein Fleisch zu spüren. Ich werde dir deine ganze Verlogenheit aus dem Leib stoßen.“

Olivia wusste nicht, wer diese Kate war, sie wagte jedoch auch nicht, ihm zu widersprechen. Wenn er sie schon vergewaltigte, so sollte es wenigstens schnell und schmerzlos gehen. Doch Sliver dachte nicht daran. Brutal trieb er seine Lanze in ihr Loch, welches schon so machen Mann empfangen hatte. Der Penis des Piraten kannte mit ihrer Öffnung keine Gnade. Er pfählte die anfangs noch trockene Scheide der jungen Frau. Jeder Stoß ließ sie laut aufschreien. Jeder Schrei steigerte seine Erregung und ließ ihn noch härter zustoßen.

Durch seine Stöße wurde ihr Schoss feucht und es gelang ihr, sich seinem wilden Drängen etwas anzupassen. Ihr Körper reagierte auf ihn, mit einer von ihr ungewollten Erregung. Dieser Erregung erleichterte das Los der jungen Frau jedoch nur kurzzeitig.

Nachdem sie bei seinen Stößen nicht mehr schrie, sondern nur noch leise aufstöhnte, legte er seine Hände um ihre Kehle und begann sie zu würgen.

„Na du geiles Luder? Gefällt dir das, Kate?“

Sein Griff erlaubte ihr anfangs noch ein wenig zu röcheln. Verzweifelt versuchte Olvia seine mit ihren kleinen Händen die seinen von ihrer Kehle zu befreien, oder zumindest den Druck zu verringern. Derweil hämmerte er ihr seinen Riemen weiter in ihre immer feuchter werdende Grotte. Angst spiegelte sich in ihren feuchten Augen, während ihr Kopf langsam rot anlief. Hilflos strampelte sie mit ihren gespreizten Schenkeln.

„Du kleine, geile Kate. Ja, so gefällt es dir, was?“

Ihr röcheln wurde immer schwächer. Seine kräftigen Hände erlaubten ihr kaum noch Luft zu hohlen. Langsam senkte sich ein Schleier über sie. Sie fühlte eine Schwäche, die sich in ihrem bereits von Hunger und Entbehrungen ausgezerrten Körper ausbreitete. Das Strampeln von Olivias Beinen wurde immer schwächer, und während aus ihrer feuchten Spalte der Lustsaft quoll, verdrehten sich ihre Augen.

Sliver rammte sein Opfer immer weiter. Es erregte den brutalen Piraten, die Lebenskräfte aus dem jungen Körper schwinden zu sehen. Immer schneller fuhr sein pralles Glied in ihren Bauch ein und aus. Er dachte dabei an die hübsche Gefangene, die als wertvollste Beute oben auf dem Schiffsdeck war. Kurzzeitig hatte er sogar überlegt, sie anstelle dieses billigen Ersatzes zu hohlen, aber der Sturm hielt ihn zurück.

Seine kräftigen Finger pressten sich in ihre Kehle, während sein Penis unbeschreibliche Wogen der Lust an seinen Körper übertrug. Sie schien förmlich auszulaufen, während er sie beim Ficken strangulierte und würgte. Schließlich konnte der Pirat sich nicht mehr halten und kam. Sein Glied zuckte und er stöhnte laut auf. Sein heißer Samen schoss in ihre feuchte Grotte. Seine Hände würgten sie weiter. Er würgte sie, bis das letzte Zucken seines Gliedes verstummt war, und auch sie sich nicht mehr rührte. Dann erst ließ sich der Piratenkapitän neben Olivias leblosen Körper auf dem Bett nieder. Sein verschwitztes Gesicht offenbarte tiefe Befriedigung.


Weiter zu Kapitel 4

Kommentare:

  1. Auch wenn ich kein Fan von Piraten bin, die Geschichte gefällt mir.

    AntwortenLöschen
  2. ok das muß man mögen - leider weiß jetzt ich nicht
    ob es bis zum exietus ging
    wenn ja nicht meins . ok wie immer es sei .
    Wenn nein ist es eine 6 - Wenn ja nur ne 5 .
    HHH

    AntwortenLöschen